IDW VERÖFFENTLICHT ENTWURF ZU MODIFIKATIONEN NACH IFRS 9

Das IDW hat am 21. Juni 2017 die avisierte Fortsetzung des IDW ERS HFA 48 zu Modifikationen von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9 veröffentlicht.

Das IDW möchte mit diesem Standard Auslegungs- und Zweifelsfragen klären sowie bestehende Regelungslücken schließen. Für die Umsetzung bedeutsam sind aus unserer Sicht unter anderem die folgenden Aspekte des Entwurfs: 

  1. Als qualitatives Kriterium zur Abgrenzung einer substantiellen von einer nicht-substanziellen Modifikation wird die Verletzung des Zahlungsstromkriteriums explizit genannt,
  2. Bei einem teilweisen Forderungsverzicht ist zunächst dieser separat als Teilabgang zu buchen. Erst danach sind die verbleibenden alten Zahlungsströme mit den neuen Zahlungsströmen barwertig zu vergleichen,
  3. Bei einer substantiellen Modifikation eines credit-impairten Vermögenswerts besteht das Abgangsergebnis nur aus der Anpassung der Wertminderung durch die der Nettobuchwert des alten Vermögenswerts dem Zugangswert (fair value) des neuen Vermögenswerts entspricht.

Die Kommentierungsfrist des Entwurfs endet am 11. Dezember 2017. Die Pressemitteilung des IDW sowie einen Link zu dem Entwurf finden Sie hier.

 

Wenn Sie rund um die Einführung des IFRS 9 Fragen haben, sprechen Sie uns an: fachabteilung@ifb-group.com